San José hat ein tolles Angebot, wenn es um die Kultur von Costa Rica geht. Zahlreiche Museen und märchenhaft schöne Theater beeindrucken jeden Besucher.
Das Nationalmuseum von Costa Rica befindet sich in der Festung Bellavista, auf einem Hügel mit Blick über die ganze Stadt von San José. Früher war hier das Hauptquartier der ehemaligen Armee von Costa Rica. Das wunderschöne Museum zeigt unzählige Exponate zur Geschichte des Landes. Der rote Faden der Geschichte zeigt sich bei prähispanischen Stücken, in historischen Gerätschaften und antiken Kolonialmöbeln bis zu Ausstellungsstücken aus Gegenwart.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 8:30 bis 16:30 Uhr
Sonntag 9 bis 14:30 Uhr
Adresse: Av. Central - 2/C. 17 (bei der Plaza de Democracia)
Das Jademuseum gehört zu den beeindruckendsten Orten in San José. Mit vollem Namen heißt es Fidel Tristan Museo de Jade und beherbergt über 7.000 Exponate, die aus Jade gefertigt wurden. Darunter befinden sich wertvolle Schmuckstücke, Goldfiguren, Schnitzereien, Keramiken, Werkzeuge und Jadearbeiten aus präkulumbischen Epochen. Neben den wirklich interessanten Ausstellungsstücken gehört das Museum zu den Geheimtipps der Stadt: Es befindet sich im 11. Stockwerk des Instituto Nacional de Seguros (INS) und deshalb hat man von hier aus einen hervorragenden Ausblick auf San Jose.
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 9 Uhr bis 17 Uhr
Adresse: Av. 7/C.9 (beim Parque Espana).
Unterhalb der Plaza de la Cultura befindet sich das Museo de Oro Precolombiano. Unter den über 2.000 Exponaten finden sich Schmuckstücke aus Gold wieder, aber auch Tiernachbildungen, erotische Kunstwerke und vieles mehr werden hier ausgestellt. Selbst ein Brustharnisch eines Häuptlings ist zu sehen. Einen besonderen Platz finden präkulumbianische Goldarbeiten von den Indios des Landes. Auf der Ostseite des Platzes führen Stufen zum Eingang des Museums. An das Goldmuseum grenzt das Museo Numismatico, ein Münzmuseum, das Münzen aus drei Jahrhunderten ausstellt. Beide Museen gehören zusammen.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr,
Adresse: Av. Central/C. 5.
Das Naturkundemuseum von San José gehört zu den umfangreichsten Museen in der Hauptstadt. mit über 22.500 Ausstellungsstücken aus Zoologie und Archäologie. Das Museum befindet sich in San José.
Ein wunderschönes Museum für costaricanische Kunst. In dem interessanten Gebäude finden Sie einen Einblick in die Entwicklung der Kunst in Costa Rica. Ausstellungen mit Schnitzereien und Skulpturen aus präkolumbianischer Zeit warten auf Sie!
Das Teatro Popular Melico Salazar, mit seiner neoklassizistischen Fassade wurde 1928 erbaut. Es trägt den Namen des costaricanischen Tenors Melico Salazar. Das Theater ist mit seinen 40 wuchtigen korinthischen Säulen, dem Marmorfoyers und den prächtigen Wandbildern der passende Rahmen für eindrucksvolle Konzerte und erfreut sich größter Beliebtheit. Es ist neben dem nahe gelegenen Teatro Nacional der bedeutendste Veranstaltungsort für Theater-, Konzert- und Tanzaufführungen aller Art in San José.
Adresse: Av. 2/C. Central
Das Teatro Nacional ist wie das Melico Salazar im neoklassizistischen Stil errichtet worden. Dieses Gebäude aus dem Jahre 1897 wurde nach dem Vorbild der Pariser Oper erbaut. Finanziert wurde es mittels speziell auf Kaffee erhobenen Steuern. Mit seinen Marmorapplikationen, dem mit Gold dekorierten Foyer, venezianischen Spiegeln und Wandbildern gilt es als das schönste Opernhaus Mittelamerikas.
Adresse: Av. Central-Av.2/C. 3-5.
Von den Indigos bis hin zur unabhängigen Republik von Costa Rica: Die Stadtgeschichte von San José ist aufregend und höchst interessant.
Um das Gebiet von San José gab es schon früh Zeugnisse von kleinen Siedlungen, die sich auf die Ureinwohner Südamerikas zurückführen lassen. Am 18. September 1502 landete Christoph Kolumbus auf der kleinen Insel Uvita. Er war damit der erste Europäer in Costa Rica. Er nannte die Region Costa Rica y Castillo de Oro ("Reiche Küste und Goldene Burg"), doch das neu entdeckte Land wirkte nicht gerade einladend für Kolumbus, da es vollständig mit Urwald bedeckt war und somit nahezu unzugänglich.
Dennoch eroberten die Spanier das Landesinnere und vertrieben die dort lebenden Indios in blutigen, grausamen Schlachten. Die Entwicklung der Provinz Costa Rica ging sehr schleppend voran, da im Gegensatz zu Mexiko und Bolivien keine nennenswerten Bodenschätze ausgebeutet werden konnten. Im Jahre 1737 wurde die Stadt San José gegründet. Zunächst war sie nur kleine Dörfer mit einer Kirche im Zentrum. Bis ins 19. Jahrhundert hinein, war das in der Kolonialzeit gegründete Dorf ein unbedeutender kleiner Ort. 1824 entschied Costa Ricas erstes gewähltes Staatsoberhaupt, Juan Mora Fernández, den Regierungssitz aus der alten spanischen Hauptstadt Cartago zu verlegen. Sein Anliegen lag darin, in einer neuen Stadt einen Neuanfang zu versuchen. Hintergrund war, dass Costa Rica zu damaliger Zeit nur eine Provinz der erst seit kurzem unabhängigen Zentralamerikanischen Konföderation war.
Deshalb hat die Stadt San José aufgrund ihrer Gründungszeit im 18. Jahrhundert nur wenig mit der Kolonialarchitektur der meisten anderen lateinamerikanischen Hauptstädte gemeinsam. 1843 wurde die Universität von St. Thomas (Universidad de Santo Tomás) gegründet, 1940 die Universität von Costa Rica. Von 1911 bis 1918 war die Stadt Sitz des Zentralamerikanischen Gerichtshofs.