Auch in San Josés Umgebung gibt es viele interessante Ziele, die mit höchst interessanten Sehenswürdigkeiten und einzigartigen Naturereignissen wie aktiven Vulkanen aufwarten. Nicht selten ist San José ein beliebtes Anlegeziel für Karibik Kreuzfahrten.
Die Universitätsstadt Heredia liegt etwa 25 Kilometer von der Hauptstadt San José entfernt. Sie ist eine der größten Städte des Landes und dabei eine der wenigen, in denen der Charme der Kolonialzeit noch lebendig ist . Bekannteste Sehenswürdigkeit ist das sogenannte " Fortín ", ein Wachturm aus dem Jahre 1876 - daneben sind aber auch die Casa de la Cultura, die Kirche Parroqui und der Stadtpark einen Besuch wert. Der Beiname Heredias lautet "Stadt der Blumen" in Anlehnung an die vielen Parks, tropischen Bäume, Blumen und Palmen, die das Stadtbild schmücken . Tradition ist auch der Blumen- und Lebensmittelmarkt, der sowohl für Einheimische als auch für Besucher attraktiv ist. Die Landschaft rund um Heredia ist geprägt von sanften Hügeln, grünen Kaffeeplantagen und ursprünglichen Dörfern.
Alajuela ist ein hübsches Städtchen ungefähr 25 Kilometer von San José entfernt. Hier wurde der costaricanische Nationalheld Juan Santamaria geboren, der 1856 im Unabhängigheitskrieg fiel . Das Zentrum von Alajuela ist durch viele grüne Parkanlagen gepägt . Zu den Highlights Alajuelas gehören der schattige Parque Central und die Kathedrale , ebenso wie der traditionelle Lebensmittelmarkt im Stadtzentrum.
Cartago ist eine kleine Stadt, etwa 22 km östlich der Hauptstadt San José. Sie befindet sich auf einer Höhe von etwa 1432 Metern über dem Meeresspiegel am Ufer des gleichnamigen Flusses und in unmittelbarer Nähe des Vulkans Irazú. Besonders interessant ist die Stadtgeschichte: Der spanische Konquistador Juan Vásquez de Coronado gründete die Stadt Cartago im Jahre 1563 als erste spanische Siedlung im heutigen Costa Rica. Von der Gründung bis zur Unabhängigkeit Costa Ricas im Jahre 1821 war sie Sitz des spanischen Gouverneurs. Außerdem war Cartago ehemalige Hauptstadt der Republik. Durch die Nähe zum Vulkan wurde die Stadt 1723 durch eine Eruption des Irazú zerstört. Größere Erdbeben in den Jahren 1822, 1841 und 1910 führten zu schweren Schäden. Jährlich strömen zahlreiche Pilger zur wichtigsten Kirche des Ortes, der Basílica de Nuestra Señora de Los Ángeles, um zu einer Statue der schwarzen Madonna (La Negrita) zu beten.
Eines der bekanntesten Touristenattraktionen Costa Ricas ist der Nationalpark rund um den mehr als 2700 Meter hohen, aktiven Vulkan Poas, der sich etwa 60 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt San José befindet. Der Gipfel des Vulkans mit dem mehr als 300 Meter tiefen, eindrucksvollen Hauptkrater verbrigt sich oft hinter einem Wolkenschleier. Wirklich beeindruckend ist der Anblick auf den giftgrünen Kratersee, der ab und an Schwefelwolken aufsteigen lässt. Neben dem Hauptkrater findet sich in einem erloschenen Krater die blaue Lagune Botos.
Der Braulio Carillo Nationalpark liegt ca. 45 Fahrminuten entfernt von San José. Seit den 1970er Jahren gehört er mit einer Fläche von ca. 450 km² zu den größten Schutzgebieten des Landes. Viele zum Teil seltene Tier- und Pflanzenarten finden hier in der sehr unterschiedlichen Vegetation ein Zuhause. Der extrem dichte Tiefland- und Bergregenwald macht einen Besuch des Parks schwierig, jedoch mit unterschiedlichen Wanderwegen kein unlösbares Problem. Der Nationalpark Braulio Carillo bietet besonders in den Morgenstunden atemberaubende Panoramen.
Das Schutzgebiet bildet den nördlichsten Teil des La Amistad Biosphärenreservates. Es erstreckt sich um die 50 Kilometer von San José entfernte Stadt Orosi. Der Nationalpark Tapantí erstreckt sich über die Landesgrenzen von Costa Rica und Panamá. Tapantí schützt eine rund 58320 Hektar große Fläche des Regenwaldes. Über 260 Vogelarten wurden im Tapantí bisher nachgewiesen und zahlreiche Amphibienarten und circa. 45 verschiedene Säugetierarten wie Kapuzineraffen, Waschbären und Tapire leben hier. Mehrere Wanderwege unterschiedlicher Länge sind für Besucher zugänglich und führen zu tollen Aussichtspunkten, traumhaften Wasserfällen und Zuflüssen des Rio Grande de Orosi.